Algier - Bewaffnete haben am Wochenende in Algerien bei zwei Überfällen insgesamt neun Menschen getötet, wie die amtliche Nachrichtenagentur ATS am Sonntag berichtete. In beiden Fällen sollen die Täter Mitglieder islamistischer Gruppierungen sein. In Oued El Kerma, 120 Kilometer westlich von Algier, erschossen die Angreifer am Samstag zwei Frauen und vier Kinder. Anschließend flüchteten sie vor alarmierten Sicherheitskräften. Zwei weitere Menschen wurden bei dem Überfall verletzt. Am selben Abend wurden in einer Strandhütte bei Bouharoun, 40 Kilometer westlich von Algier, drei junge Camper getötet. Seit der Annullierung der Parlamentswahl von 1992, bei der sich ein Sieg der islamischen Fundamentalisten abzeichnete, fielen in Algerien mehr als 120.000 Menschen der politischen Gewalt zum Opfer. (APA/AP)