Reykjavik - Für den Schwertwal "Keiko", Star des Kinofilms "Free Willy", ist die Freiheit wieder einen Schritt näher gerückt. Seit vergangener Woche habe "Keiko" unter Aufsicht seiner Betreuer wieder Ausflüge außerhalb des Geheges in Island unternommen und positiv auf die Gesellschaft von Artgenossen reagiert, teilte die Organisation Ocean Futures am Sonntag mit. Die Gesellschaft organisiert die Wiedereingliederung des Orkas in die Freiheit. "Er zeigt großes Interesse an anderen Walen und schwimmt und taucht mit ihnen zusammen", sagte Ocean Futures-Sprecher Hallur Hallsson. "Er kehrt zwar immer noch zu seinem Beobachtungsboot zurück, aber die Zeit, die er mit den anderen Walen verbringt, wird täglich länger." Trotz der deutlichen Fortschritte könne "Keiko" vermutlich erst im Sommer kommenden Jahres endgültig in die Freiheit entlassen werden. "'Keiko' ist wie ein Kind, dass sich langsam und behutsam an eine neue Umgebung gewöhnen muss", sagte Hallsson. Filmstar "Keiko" wurde 1979 im Alter von etwa zehn Jahren vor der isländische Küste gefangen und 1985 an den Vergnügungspark Reino Aventura verkauft. 1992 war er der Star des Films "Free Willy" und einer Fortsetzung drei Jahre später. Im September 1998 wurde er in die Klettsvik-Bucht in Island gebracht. Die Kosten für seine Unterbringung wurden auf jährlich rund drei Millionen Dollar (rund drei Millionen Euro) geschätzt. (APA/AP)