Klagenfurt - In Kärnten sorgt die von Landeshauptmann Haider schon letztes Jahr installierte Sonderregelung für das Kindergeld - der ehemalige Kinderscheck - für Debatten. Wie der ORF berichtet, musste die FP-Landesregierung mit Hilfe der ÖVP weitere 12 Millionen Euro für das Kindergeldmodell veranschlagen, um jenen "Härtefällen" zu begegnen, die ansonsten um die Auszahlung des Kinderbetreuungsgeldes sowie des Karenzgeldes gebracht würden.Die Kärntner SPÖ hat nicht mitgestimmt und spricht von schlampiger Budgetpolitik. Hintergrund Ab heuer erhalten bedürftige Familien durch die Bundesregelung für das jüngste Kind bis zu dessen drittem Lebensjahr 436 Euro monatlich. In Kärnten gibt es das Kindergeld bereits seit dem Vorjahr mit einer rückwirkenden Auszahlung, was heißt, dass in Kärnten nicht nur Familien, deren Kind nach Einführung des Kindergeldes geboren wird, sondern auch jene, deren Kind zu diesem Zeitpunkt das dritte Lebensjahr noch nicht vollendet hatte, gefördert werden. Heuer wären Kärntner Familien, die bereits im Vorjahr Kindergeld erhalten hatten, nach den Regeln des Bundeskindergeldes plötzlich ohne Geld dagestanden. Besonders betroffen wären etwa 3.000 Kärntner Bäuerinnen und Studentinnen, die auch keinen Karenzgeldanspruch hätten. Die zusätzliche Auszahlung des Kinderbetreuungsgeldes wird Kärnten noch länger beschäftigen. Das letzte Kärntner Kinderbetreuungsgeld wird im Dezember 2004 ausgezahlt. (red)