Die Elektro- und Fotohandelskette Niedermeyer , eine 100-Prozent-Tochter des Mobilfunkbetreibers T-Mobile Austria (vormals max.mobil) hat im Jahr 2001 mit 949 Mitarbeitern 227 Mill. Euro (brutto) umgesetzt. Ein Vergleich mit dem Vorjahr ist schwierig, weil in den damals umgesetzten 288 Mill. Euro noch das Geschäft aus Augenoptik und Großhandel - rund 44 Mill. Euro - inkludiert war. Für das laufende Jahr erwartet der neue Geschäftsführer Robert Happel, der seit Februar im Amt ist, kein Wachstum, wenn er auch durch den Libro-Konkurs neue Chancen vor allem bei DVD und Computerspielen sieht. Weg vom Diskonterimage Happel will auch weg vom Diskonterimage der Kette: Künftig will Niedermeyer wieder mehr auf Beratung und Service als auf das Preisargument setzte und mit dem dichten Filialnetz "Nahversorgerfunktion" erfüllen. Libro-Pleite bringt Chancen bei DVD und Computerspielen Seit Aufbrechen der neuerlichen Schwierigkeiten bei Libro habe es Bei DVD und Computerspielen trotz "überschaubarer Marktalge" und ohne zusätzliche Maßnahmen Zuwächse gegeben. Niedermeyer werde dieses Segment daher künftig noch stärker besetzen. Ein Umsatzplus erhofft sich Happel auch bei zubehör wie Cassetten, Batterien, Druckerpatronen. Zwei Millionen Handys verkauft Derzeit entfallen rund 30 Prozent der Umsätze bei Niedermeyer auf den Bereich Telekommunikation, wo die Kette mit zwei Millionen verkauften Handys auch Nummer 1 in Österreich ist. Rund 29 Prozent trägt der Bereich Fotografie zum Umsatz bei, 28 Prozent Computer und 13 Prozent Unterhaltungselektronik. In diesen Segmente erwartet Niedermeyer in den kommenden Jahren auch das stärkste Wachstum. (APA)