Wien - Das so genannte Weltraumwetter - hauptsächlich von der Sonne verursachte Partikelströme - steht heuer auf dem Lehrplan der Sommerschule Alpbach, die von der Österreichischen Weltraumorganisation (ASA) seit 1975 regelmäßig veranstaltet wird. 60 Studenten - darunter zehn aus Österreich - werden vom 23. Juli bis 1. August vertiefende Studien zu Physik, Auswirkungen und Vorhersagemöglichkeiten des Weltraumwetters, insbesondere "Ursachen, Auswirkungen und Vorhersage von Weltraum-Unwettern bzw. -stürmen" betreiben. Wenn es im erdnahen Weltraum besonders stürmt - oder korrekt ausgedrückt: wenn der Sonnenwind besonders stark ist -, bangen vor allem Bewohner polarer Gebiete um die Sicherheit ihrer elektrischen und elektronischen Anlagen. Denn auf Grund der Natur des irdischen Magnetfeldes dringen energiereiche, geladene Partikel des Sonnenwindes hauptsächlich in der Nähe der Pole bis zur Erdoberfläche. Ohne das Magnetfeld wäre das Leben auf der Erde einem tödlichen Bombardement aus freien Elektronen, Wasserstoff- und Heliumkernen ausgesetzt. Die Sommerakademie hat sich in den über 25 Jahren ihres Bestehens zu einer der international wichtigsten Kaderschmieden für Weltraumwissenschafter entwickelt. Die Wissenschafter, Ingenieure, Studenten und Doktoranden aus den 15 Mitgliedstaaten der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) haben dabei die Möglichkeit, sich mit der jeweiligen Thematik in einer Form vertraut zu machen, wie sie nicht auf den Lehrplänen der Unis auf dem Programm stehen. (APA)