Moskau - Drei Tage nach dem erstmaligen Start einer russischen Mini-Raumfähre von einem U-Boot aus fehlt von dem Prototyp jede Spur. Die Suche nach Demonstrator-2 werde auf der Halbinsel Kamtschatka in der Beringsee fortgesetzt, wo sie nach dem Abschuss eigentlich hätte landen sollen, sagte eine Sprecherin des Forschungszentrums Babakin am Montag. Ohne das Raumschiff könnten die Ergebnisse des Testfluges nicht untersucht werden. Insbesondere sollte das Bremssystem der Raumfähre getestet werden. Demonstrator-2 sei "einzigartig", hatte die Sprecherin am Freitag erklärt, weil der Flugkörper beim Start nur einen Durchmesser von 80 Zentimetern hat. Die Fähre entfaltet sich im Weltall; dadurch werde sie abgebremst und könne sanft landen. Die Raumfähre könnte nach Angaben des Entwicklers eingesetzt werden, um Material von der Internationalen Raumstation (ISS) zur Erde zurückzutransportieren. Außerdem könnten damit Astronauten von der ISS evakuiert sowie Planeten erforscht werden. Auf der Basis von Demonstrator-2 soll die neue Generation russischer Raumfähren entwickelt werden. (APA/AFP)