SPD-Generalsekretär Franz Müntefering schließt Schaden für seine Partei im Bundestagswahlkampf durch die Debatte um den Führungswechsel bei der Deutschen Telekom nicht aus. Gleichzeitig warf Müntefering am Montag der Union vor, das Thema für den Wahlkampf zu missbrauchen. Auf die Frage, ob die Debatte der SPD schaden werde, sagte er: "Das muss nicht sein. Das ist offen. Es ist ganz wichtig, was in den nächsten Tagen passiert, ob das mit der nötigen Souveränität weitergeführt wird." Vorwärts! Das Unternehmen könne mit seinen Entscheidungen und seinen Führungspersonen ein Zeichen für Zuversicht setzen. Dies könne auch ein Schritt nach vorne sein. "Solche Situationen haben immer auch ihre Perspektiven und ihre guten Chancen." CDU/CSU warf Müntefering Parteitaktik vor: "Bei der Union ist ein Stück Heuchelei mit im Spiel." Kanzlerkandidat Edmund Stoiber habe die Regierung zum Handeln aufgefordert, und sie danach dafür kritisiert. Ob dies der Union nützen werde, sei offen: "Das ist nicht ausgestanden." (APA/Reuters)