Amsterdam/Den Haag - Die KPN NV, Den Haag, hat noch keine Reaktion auf ihr Gebot für Teile des Netzwerks der insolventen KPNQwest erhalten. Der niederländische Telekommunikationsanbieter äußerte am Montag sein Unbehagen über diese Situation. Kreisen zufolge hat der Konzern ungefähr 20 Mill. Euro für das "KQ-Netz" geboten, welches die Benelux-Staaten, Deutschland und einige andere Gebiete abdeckt. Gerüchten zufolge hat mittlerweile noch ein anderes Unternehmen ernsthaftes Interesse angemeldet. Es handle sich dabei um die Telia AB, ist zu hören, die eine Due Diligence beantragt habe.Telia hat bereits Teile des KPNQwest-Netzwerkes gekauft, und zwar in Frankreich, Deutschland und Italien. Dafür, plus die verbleibenden Ebone-Teile, soll KPN 20 Mio. Euro verlangt haben. Interoute hat über den Kaufpreis nichts verlautbart. Experten schätzen den Wert des Netzes - das acht "Ringe" in europäischen Städten umfasst - auf 15 Mio. Euro. Der britische Kabelnetzbetreiber Interoute hat indessen einen Großteil des Ebone-Netzwerkes von KPNQwest übernommen. (Reuters, DER STANDARD, Printausgabe 16.7.2002, APA)