Buenos Aires - Argentinien hat nach Angaben seines Wirtschaftsministers Roberto Lavagna am Montag die fälligen Schulden bei der Inter-Amerikanischen Entwicklungsbank in Höhe von 550 Millionen US-Dollar beglichen. Damit bleibt das finanziell und wirtschaftlich angeschlagene südamerikanische Land von einer einer drohenden Suspendierung weiterer Auszahlungen von Kredithilfen verschont. Nachdem die Regierung in Buenos Aires in dieser Woche einen Aufschub für die Rückzahlung von 985 Millionen US-Dollar an den Internationalen Währungsfonds (IWF) von einem Jahr erreichen konnte, bleibt das Land zugleich für Kredite von IADB und Weltbank qualifiziert. Bekanntgabe der Auszahlung für Dienstag erwartet Nach Angaben Lavagnas stehen in den nächsten sechs Wochen Auszahlungen der IADB und der Weltbank im Umfang von 446 Millionen US-Dollar an, wobei es sich um Mittel aus Programmen für Soziales und zum Finanzausgleich handele, die nicht an eine neue Vereinbarung über IWF-Hilfen gebunden seien. Die Bekanntgabe der Auszahlung der Tranche der Weltbank im Umfang von 150 Millionen Dollar wurde für Dienstag erwartet. Argentinien durchlebt zur Zeit die schwerste Rezession seit Jahren. Die Hälfte der Bevölkerung kann sich keine regelmäßigen Mahlzeiten mehr leisten und rund ein Viertel der arbeitsfähigen Bevölkerung ist zur Zeit ohne Arbeit und Lohn. (APA/Reuters)