Amsterdam - Der niederländische Elektronikkonzern Philips hat im zweiten Quartal unterm Strich einen Milliardenverlust gemacht. Grund dafür sind vor allem hohe Wertberichtigungen, die Europas größter Hersteller von Unterhaltungselektronik für seine Beteiligung am Medienkonzern Vivendi vornehmen musste.Vor Sonderposten erwirtschaftete Philips einen Gewinn über Markterwartungen, ebenso verzeichnete der Konzern einen Umsatzanstieg von vier Prozent. Für das Gesamtjahr erwartet Philips nach eigenen Angaben weiterhin einen Nettogewinn, allerdings ohne Berücksichtigung der Sonderposten. Analysten zeigten sich von den hohen Sonderbelastungen wenig überrascht und begrüßten die bilanzielle Einbeziehung der Kosten zu diesem Zeitpunkt. Die von Philips erwartete Verbesserung in nahezu allen Bereichen im zweiten Halbjahr interpretierten Experten zurückhaltend. Wie Philips am Dienstag mitteilte, betrug der Nettoverlust im zweiten Quartal 1,36 Mrd. Euro nach einem Verlust von 770 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Ohne Sonderposten lag der Nettogewinn bei 171 Mio. Euro nach einem Vorjahresverlust von 328 Mio. Euro. Der operative Gewinn habe im abgelaufenen Quartal - vor Sonderposten von 100 Mio. Euro - bei 65 Mio. Euro gelegen, nach einem Verlust von 745 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum, hieß es. (Reuters, DER STANDARD, Printausgabe 17.7.2002)