Wien - Die Raiffeisen Zentralbank (RZB) strebt die Übernahme der slowakischen Postbank an und hat am Wochenende ein Offert gelegt, berichtet das "WirtschaftsBlatt" in seiner Ausgabe von Dienstag. Das Institut sei aus strategischen Gründen interessant, weil es - ähnlich wie die österreichische P.S.K. - auf die 1.600 slowakischen Postämter zugreifen kann. Neben den Österreichern sei nur noch die Ceska Poistovna, die größte tschechische Versicherung, im Rennen, so das "WirtschaftsBlatt". Beide Unternehmen hätten das Institut im Rahmen der Due Diligence geprüft. Mit einer Entscheidung über den Zuschlag sei noch im Sommer zu rechnen. Über den Kaufpreis des 89-Prozent-Aktienpakets wurde laut Zeitungsbericht Stillschweigen vereinbart. Die Postbank mit 850 Mitarbeitern habe im Vorjahr bei einer Bilanzsumme von 587 Mill. Euro einen Verlust von 11 Mill. Euro eingefahren. Die RZB verfügt in der Slowakei mit der Tatrabank (89 Filialen) über das drittgrößte Kreditinstitut. (APA)