Wien - Das Kunsthistorische Museum Wien nimmt die Rekord- Versteigerung des Rubens-Werkes "Das Massaker der Unschuldigen" bei Sotheby's zum Anlass für einen spontanen kleinen"Rubens-Schwerpunkt". Den Auftakt macht am Mittwoch, eine Sonderführung durch die hauseigene Sammlung. Das Bild war um 77,3 Millionen Euro verkauft worden. "Rubens ist jetzt in aller Munde, ein guter Zeitpunkt für einen Schwerpunkt", meinte Karl Schütz, Direktor der Gemäldegalerie des KHM. Er wird auch durch die Sammlung führen, die aus vierzig Rubens- Werken besteht. Ob es das KHM nicht schmerzt, ein so wertvolles Bild ans Ausland verloren zu haben? "Natürlich hätten wir es gern gehabt, aber mit diesem illusorischen Preis können wir nicht mithalten", sagte Schütz. Bis Sonntag, 21. Juli läuft im Palais Harrach übrigens noch die Ausstellung "Das Flämische Stillleben", bei dem auch Rubens-Bilder zu sehen sind. Am letzten Ausstellungstag ist, im Rahmen des "Rubens- Schwerpunktes", kein Eintritt zu bezahlen. Bisher haben fast 30.000 Besucher die Werke der Alten Meister wie Rubens, Brueghel, Peter Snyders, Jan Fyt und Jan Davidsz de Heem gesehen. Die nächste große Ausstellung "Guatemala" findet im Museum für Völkerkunde statt und wird am 8. Oktober eröffnet. (APA)