Bregenz - Am Rande der Eröffnung der Bregenzer Festspiele werden ab Mittwoch nicht nur die musikalischen Opernpremieren von "Julietta" und "La Boheme" für Gesprächsstoff sorgen, die Vorarlberger Landesregierung will mit Vertretern der Bundesregierung auch ganz profan und handfest übers liebe Geld reden. Er werde mit Kunst-Staatssekretär Franz Morak (V) darüber verhandeln, dass die im Zuge der Sparpolitik drastisch eingeschränkten Kunstförderungen nicht weiter reduziert werden und der Bund auch für das innovative Theater "Kosmos" einen Förderbeitrag leistet, kündigte Kultur-Landesrat Hans-Peter Bischof (V) am Dienstag an.Kompensation Bis jetzt, so Bischof, habe das Land die Ausfälle des Bundes kompensieren können. Vorarlberg habe wegen der Entfernung von Wien das Handicap, bei Förderungsverhandlungen nicht immer am Ort sein zu können. Er wolle nun die Gelegenheit nutzen und Morak nachdrücklich daran erinnern, "dass weitere Einschnitte des Bundes an die Substanz gehen und nicht mehr tolerabel sind". Bischof erinnerte auch daran, dass im Festspiel-Kuratorium grundsätzliche Bereitschaft über eine 2003 zu erfolgende Valorisierung des 1999 um fünf Prozent reduzierten Festspiel-Beitrages durch den Bund signalisiert worden sei. Als Grundlage für die konkreten Verhandlungen werde der Abschluss der bevorstehenden Festspiele 2002 dienen. Er erwarte sich eine Valorisierung um fünf Prozent, damit wäre wenigstens wieder der Stand von 1999 erreicht deutete Bischof an. Neben dem "Flaggschiff" Bregenzer Festspiele und der international renommierten "Schubertiade" oder dem Kunsthaus Bregenz würden im Ländle auch "in der Fläche" in allen Landesteilen erstaunliche Kulturinitiativen geboten und vom Land auch gefördert. Auch die Entwicklung der Vorarlberger Baukunst zur international beachteten Architektur sei durch das offene Klima im Land positiv beeinflusst und durch hohe Investitionen bewusst gefördert worden, erinnerten Sausgruber und Bischof. (APA)