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Detroit - Der weltgrößte Autokonzern General Motors (GM) hat im zweiten Quartal 2002 den Gewinn bei hohen US-Umsätzen mehr als verdoppelt. GM teilte am Dienstag in Detroit mit, der Reingewinn sei in den drei Monaten zum 30. Juni auf 1,3 Mrd. Dollar (1,297 Mrd. Euro) oder 2,43 Dollar je Aktie gestiegen, von 477 Mill. Dollar oder 1,03 Dollar je Aktie im gleichen Vorjahreszeitraum. Im Juni hatte GM den Gewinn je Aktie mit 2,40 Dollar vorausgesagt, einschließlich eines erwarteten Verlustes von zehn Cent der Satelliten-TV-Tochter Hughes. Ohne den Verlust von Hughes und außerordentlichen Belastungen habe der Gewinn 1,5 Mrd. Dollar oder 2,63 Dollar je Aktie erreicht. Die von Thomson First Call befragten Analysten hatten den Gewinn je Aktie mit 2,42 Dollar prognostiziert. Aggressive Preispolitik Konzernchef Rick Wagoner, hob neue Automodelle, die aggressive GM-Preispolitik, reduzierte Kosten und bessere Qualität als Erfolgsfaktoren. "Wir waren wegen unserer besseren Kostenbasis in der Lage, preislich zu konkurrieren und gleichzeitig das finanzielle Ergebnis zu verbessern", betonte er. GM hat vor allem Ford und die Chrysler Group in Nordamerika mit seinen starken Rabatten und Billigfinanzierungen für Autokäufer unter Druck gesetzt. Der GM-Halbjahresumsatz erhöhte sich auf 94,5 (88,8) Mrd. Dollar (88,6 Mrd. Euro). GM verdiente in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 1,5 Mrd. Dollar gegenüber 714 Mill. Dollar im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. Das Unternehmen lieferte in den ersten sechs Monaten 2002 weltweit 4,27 (4,41) Mill. Autos aus. Der Absatz schrumpfte dabei in Europa auf 878.000 (1,0 Mill.) Stück. Der europäische GM-Marktanteil sank auf 8,7 (9,4) Prozent. Die GM Europe hat den Verlust im zweiten Quartal 2002 auf 115 (154) Mill. Dollar gesenkt. Der Halbjahresverlust betrug 240 (240) Mill. Dollar. Kostensenkungen machten einen fast siebenprozentigen Produktionsrückgang teilweise wett. Der europäische Restrukturierungsplan "Projekt Olympia" zeige Resultate, obwohl sich der europäische Markt weiter abschwäche, erklärte Wagoner. Das Unternehmen senke Kosten aggressiv und steuere seine Kapazitätsauslastung besser. (APA)