Paris - Zwei Tage nach dem fehlgeschlagenen Attentat auf den französischen Staatspräsidenten Jacques Chirac hat die Regierung eine Verschärfung der Waffengesetze angekündigt. Der Verkauf von Waffen solle strenger kontrolliert werden, erklärte Innenminister Nicolas Sarkozy am Dienstag in der Nationalversammlung. Der Neonazi Maxime Brunerie hatte in der vergangenen Woche ein Gewehr gekauft und am Sonntag versucht, Chirac bei der Militärparade zum 14. Juli auf den Pariser Champs-Elysees damit zu erschießen. Bereits nach dem Amoklauf von Nanterre im März mit acht Toten hatte die inzwischen abgewählte Linksregierung eine Verschärfung der Gesetzgebung eingeleitet, die aber nicht mehr umgesetzt wurde. Der Neogaullist Sarkozy sagte, mehrere Dramen in jüngster Zeit hätten klar gemacht, dass der unkontrollierte Gebrauch von Waffen unterbunden werden müsse. (APA/AP)