Budapest - Die Familien zweier Opfer des blutigen Massakers in einer Filiale der Erste Bank in der ungarischen Kleinstadt Mor verklagen das Geldinstitut. Das berichtete die ungarische Nachrichtenagentur MTI am Dienstag. Nach Angaben von Rechtsanwalt György Magyar begründen seine Mandanten ihre Klage damit, dass die Erste Bank nicht "alles im Interesse der Sicherheit von Angestellten und Kunden unternommen" habe. Bei den Klägern handelt es sich um die Familie der 43-jährigen stellvertretenden Filialleiterin, die am 9. Mai wie fünf weitere Opfer von unbekannten Tätern überfallen und getötet worden ist. Zweiter Kläger ist ein Versicherungsagent. Der 34-Jährige hatte sich zum Abschluss eines Versicherungsvertrags für den Kredit eines Ehepaars, das ebenfalls getötet wurde, in der Filiale befunden. Laut Rechtsanwalt wird nun mit Hilfe von Experten für Banksicherheit über die Höhe der Summe des Schadensersatzes verhandelt. Die Bankräuber, deren Beute 7,5 Millionen Forint (30.420 Euro) betrug, sind noch immer flüchtig.(APA)