Wien - Die Ärzte, die laut 60. ASVG-Novelle die 10-Euro-Gebühr für die künftige Chipkarte einheben sollen, könnten nicht zu "ihrem Glück" gezwungen werden, sagte Sozialminister Herbert Haupt (F) Dienstag Abend im ORF-TV-Magazin "Report". Er schlägt nun eine Alternative vor: Als Servicepartner kämen auch Banken in Frage, so der Minister. Haupt betonte jedoch, das in der ASVG-Novelle vorgesehene Modell wäre die "erste Wahl". In dem Interview verteidigte Haupt einmal mehr das von der Regierung vorgelegte Konzept der Kassensanierung mit internen Darlehen. Bei Banken gebe es bei den Zinsen breite Schwankungen - durch die Möglichkeit der internen Darlehen signalisiere man, es gebe dieses interne System und man wäre gut beraten, die Zinsbreite nicht so schwanken zu lassen. Ein Dorn im Aug ist Haupt, dass viele Patienten, die eigentlich Ambulanzgebühr bezahlen müssten, dies aber bisher nicht getan hätten, nicht per Bescheid dazu aufgefordert würden. Denn seitens der Kassen wird auf die Entscheidung des Höchstgerichts gewartet - um sich die Bürokratie vielleicht doch noch zu ersparen. Er sehe aber nicht ein, dass man es sich in einem Rechtsstaat einfach mache und keine Bescheide erlasse, so Haupt. Die Frist sei klar - "sechs Monate und keinen Tag länger". (APA)