Moskau - In der russischen Föderationsrepublik Tschetschenien sind am Dienstag bei Überfällen von Rebellen Agenturmeldungen zufolge sechs Menschen getötet und mindestens 25 verletzt worden. Die Separatisten hätten Armee-Konvois und Büros der Regionalverwaltung angegriffen, hieß es in den Meldungen russischer Nachrichtenagenturen. Die Regierung in Moskau verurteilte die Anschläge als "Angriffe von Banditen". Die Autorität der örtlichen Behörden in der Kaukasus-Republik sei aber nicht gefährdet. Nach mehreren Anschlägen in Russland führt die Regierung in Moskau seit 1999 in Tschetschenien einen zweiten Krieg gegen moslemische Separatisten. Sie macht die Rebellen für die Attentate verantwortlich, bei denen mehr als 300 Menschen getötet wurden. Zwar hat Russland nach eigenen Angaben Tschetschenien unter Kontrolle gebracht, es kommt aber fast täglich zu Anschlägen oder Gefechten. Russland hatte bereits im ersten Tschetschenien-Krieg 1994 bis 1996 versucht, die Kontrolle über die Republik wiederzuerlangen. (APA/Reuters)