Wien - Sozialminister Herbert Haupt (F) befürwortet Planungen des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger, die Chefarztpflicht für teure Medikamente abzuschaffen. "Endlich" werde ein alter Vorschlag von ihm umgesetzt, jubiliert er in der "Kleinen Zeitung" (Mittwoch-Ausgabe): "Und die Chefärzte werden auf jenes Maß reduziert, das notwendig ist". Hauptverbands-Geschäftsführer Josef Kandlhofer hatte zuletzt betont, es gebe intensive Verhandlungen zu diesem Thema: "Ich glaube, dass das etwas ganz Tolles für die Patienten wäre". Der Aufwand für die chefarztpflichtigen Medikamente betrug im Vorjahr 252 Millionen Euro. Ulrich Bode, Präsident der Pharmig ist sich im "Kurier"-Gespräch bewusst, dass Kandlhofers Wunsch "nicht ohne Gegenleistung oder Gegengeschäft" möglich sein werde. Kolportiert wird, dass das Ausgabenwachstum für Medikamente (durch die Aufhebung der Chefarztpflicht) bei einem gewissen Prozentsatz eingefroren werden könnte. Dazu Bode: "Der Hauptverband muss sich etwas einfallen lassen, damit ihm die Kosten nicht entgleiten." Die Pharmawirtschaft sei bereit, einen Beitrag zu liefern, "wenn der Preis des Hauptverbandes vernünftig ist". (APA)