Berlin - Die Kunstsammlung des Milliardärs Friedrich Christian Flick soll möglicherweise bald in Berlin ausgestellt werden. Es würden seit einiger Zeit Gespräche über eine temporäre Ausstellung geführt, teilten die Staatlichen Museen zu Berlin am Dienstag mit. Noch keine Entscheidung gibt es offenbar darüber, ob für die Sammlung zeitgenössischer Kunst auch ein Museum gebaut wird. Flicks Plan, seine Sammlung nach Zürich zu geben, war am dortigen Widerstand gescheitert. Zuletzt hieß es, der Sammler wolle wesentliche Teile seiner wertvollen Kollektion mit Werken von Duchamp, Schwitters, Mondrian, Richter, Polke, Serra und Bruce Naumann an die Dia Art Foundation nach New York geben. Kunst in Speditionshalle Die 2.500 Werke umfassende Sammlung, die bisher noch nie in einem Gesamtüberblick zu sehen war, soll in Berlin in unmittelbarer Nachbarschaft zum Hamburger Bahnhof der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Nach Angaben des Hamburger Kunstmagazins "art" würden Möglichkeiten geprüft, die von Flick in den vergangenen zehn Jahren zusammengetragenen Kostbarkeiten in einer großen Speditionshalle direkt am Hamburger Bahnhof, Berlins Museum für Gegenwartskunst, auszustellen. Wichtige zeitgenössische Künstler wie Bruce Naumann, Dieter Roth und Martin Kippenberger seien mit großen Werkkomplexen in der Flick Collection vertreten. Diese könne mit ihren reichen Beständen die Sammlungen des Hamburger Bahnhofs auf vielfältige Weise fortsetzen, heißt es in der Erklärung der Staatlichen Museen. (APA/dpa)