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Foto: Reuters/Mirza
Lima - Im Andenland Peru macht eine Kältewelle in den südlichen Landesteilen nicht nur den Bewohnern zu schaffen. Experten sehen auch Gefahren für die Lamas und Alpakas, für die ländliche Region die wichtigste Einnahmequelle. Nach Angaben des Präsidenten des Nationalrats für die Südamerikanischen Kamelarten, Enrique Moyam, könnten Schnee und die schlimmste Kälte seit einem Jahrzehnt für rund 20 Prozent der Alpakas und der Lamas den Tod bedeuten. Inoffiziellen und wegen der Abgelegenheit der Region schwer nachprüfbaren Angaben zufolge sind bereits 80.000 der Wolle spendenden Tiere verendet. Der Bestand an Alpakas wird auf drei Millionen Stück geschätzt, dazu kommen rund eine Million Lamas sowie 140.000 Vicunas, die sich durch besonders feine Haare auszeichnen, sowie rund 4000 Guanakos. Klima-Experten bringen die ungewöhnliche Kälte mit dem El-Nino-Klimaphänomen in Zusammenhang, eine Wasser-Erwärmung im Ost-Pazifik, die alle vier bis fünf Jahre auftritt und in deren Gefolge es zu veränderten klimatischen Ereignissen in weit entfernten Gebieten kommt. Für das zum Notstandsgebiet erklärte Süd-Peru hat Präsident Alejandro Toledo ein Hilfsprogramm anlaufen lassen. Hilfsgüter werden eingeflogen. (APA/Reuters)