Dresden - Die PDS will im deutschen Bundestag notfalls Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) wählen, um nach der Wahl am 22. September einen Unions-Kanzler Edmund Stoiber zu verhindern. "In der PDS-Spitze ist unbestritten, dass die PDS einen Kanzler Schröder wählen würde, wenn Stoiber anders nicht zu verhindern ist. Das gibt es aber nicht zum Nulltarif, sondern ist an einen Politikwechsel zu mehr sozialer Gerechtigkeit gebunden", sagte PDS-Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch der in Dresden erscheinenden "Sächsischen Zeitung". Bartsch erneuerte damit sein Wahlangebot an die SPD. Den Vorwurf, die PDS betreibe Fundamentalopposition, wies Bartsch zurück: "Die PDS betreibt keine Fundamentalopposition, das kann und will sie als Volkspartei im Osten gar nicht." Als Wahlziel für den 22. September peilt die SED-Nachfolgepartei ein Ergebnis von bundesweit "sechs Prozent plus X" an, 25 Prozent in den neuen Ländern und zwei Prozent in den alten. In einer Umfrage des ZDF-Politbarometers ist die PDS in der politischen Stimmung allerdings unter die Fünf-Prozent-Hürde gerutscht. (APA/dpa)