Krems - "Alles Marille" heißt es ab 18. Juli in Krems. Vier Tage lang wird in der City und bei der Schiffsanlegestelle ein Fest gefeiert, mit Tanz auf der MS Prinz Eugen, Hubschrauberflügen über die Wachau, Wasserskishow und Feuerwerk. Ein Höhepunkt wird die Präsentation des größten Marillenknödels am Freitag. Die kulinarischen Genüsse drehen sich um die bekömmliche Frucht, die Besucher erwartet Schmankerln wie Marillenknödel, -palatschinken, Marillenbrand und -bowle. Als saisonalen Schwerpunkt bieten die Wachauer Mitgliedsbetriebe der Niederösterreichischen Wirtshauskultur "Marillen-Wochen". Bis 28. Juli werden altbekannte Köstlichkeiten und neue Kreationen aufgetischt - vom Strudel und Marillenfleck bis zu Chutneys und Likören. In Spitz geht vom 26. bis 28. Juli der traditionelle Marillenkirtag in Szene. Vor der malerischen Kulisse des Kirchenplatzes gibt es Unterhaltung und Darbietungen der Volkstanzgruppe und Trachtenkapelle. Den Festumzug am Sonntag (28. Juli) führen "König Marillus" und "Prinzessin Aprikosia" an. Seit 1996 ist der Name "Wachauer Qualitätsmarille" eine innerhalb der EU geschützte Ursprungsbezeichnung, die Region zwischen Melk und Krems ist Weltkulturerbe der UNESCO. Dabei liegt die "Wiege" der Frucht aus der Familie der Rosengewächse in China. Alexander der Große brachte die Prunus armeniaca - so die lateinische Bezeichnung - nach Griechenland und Italien. Ausgehend vom römischen Reich gelangte sie auch in die Wachau, wo sie seit rund 2.000 Jahren angebaut wird. Auf 350 Hektar Fläche werden 80.000 Bäume der regionstypischen Sorten Rosenmarille, Kremser und Klosterneuburger Marille kultiviert, die auf Grund des milden Klimas prächtig gedeihen. Allerdings ist heuer nach Schätzungen der Statistik Austria in Niederösterreich die schwächste Marillenernte seit zehn Jahren zu erwarten. Schuld daran tragen Wetterkapriolen, vor allem der Frost im späten Frühjahr, und die Hagelunwetter im Juli. (APA)