München - Der bayerische Ministerpräsident und Unions-Kanzlerkandidat Edmund Stoiber hat die Entscheidung des deutschen Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe zur Verfassungskonformität der so genannten "Homo-Ehe" bedauert. Eine unionsgeführte Bundesregierung werde das rot-grüne Lebenspartnerschaftsgesetz aber nicht in Frage stellen, teilte die Münchner Staatskanzlei am Mittwoch mit. Nicht akzeptabel sei dagegen die von Rot-Grün geplante Angleichung der eingetragenen Lebenspartnerschaft an die Ehe bei Steuer und Sozialversicherung. Das deutsche Verfassungsgericht hat eine Klage der unionsregierten Bundesländer Bayern, Sachsen und Thüringen gegen das Gesetz abgelehnt. Das Gesetz der rot-grünen Bundesregierung war zum 1. August 2001 in Kraft getreten. Nach dem Erkenntnis des Ersten Senats des Verfassungsgerichts ist das Lebenspartnerschaftsgesetz mit dem besonderen Schutz der Ehe vereinbar. Verheiratete würden dadurch weder geschädigt noch sonst beeinträchtigt. (APA)