Wien - Schwere Unwetter richteten in der Nacht auf heute, Mittwoch, in Westösterreich Schäden in Höhe von mehreren Millionen Euro an. Besonders betroffen war das Bundesland Salzburg: In Thalgau im Flachgau brach eine Staumauer. Die Fluten gelangten daraufhin bis in den Ortsteil Brunnbach. 150 Keller von Wohnhäusern sowie Geschäftslokale wurden unter Wasser gesetzt. Rund 30 Autos wurden weggeschwemmt oder an andere Fahrzeuge gedrückt.Strassensperren 30 Personen mussten durch die Freiwilligen Feuerwehren der Umgebung vorläufig aus ihren Wohnhäusern in Sicherheit gebracht werden, verletzt wurde nach jüngsten Angaben niemand. Auf Grund der Überschwemmungen war die Thalgauer Landesstraße L 103 zwischen Thalgau und Mondsee bis auf weiteres gesperrt. Erdrutschgefahr In Tirol wurde das Unterland von den Unwettern in Mitleidenschaft gezogen. In Hopfgarten (Bezirk Kitzbühel) musste ein Wohnhaus wegen Erdrutschgefahr evakuiert werden. In Itter und Wörgl (Bezirk Kufstein) wurden mehrere Keller überflutet. Personen wurden dabei nicht verletzt. Die Aufräumarbeiten waren bis in den Nachmittag im Gange. Überschwemmte Keller Hochbetrieb hatte die Feuerwehr in Vorarlberg und Oberösterreich. Im Ländle wurde Dienstagabend vor allem die Marktgemeinde Lustenau von einem schweren Unwetter heimgesucht. Der Sturm legte den Verkehr lahm, es mussten Straßensperren errichtet werden. Es gab auch Stromausfälle. Die Floriani-Jünger von Lustenau und den Nachbargemeinden Fußach, Höchst und Hard waren u.a. zum Auspumpen von über 150 überfluteten Kellern im Einsatz. Im Bezirk Braunau in Oberösterreich hatte der Katastrophenhilfsdienst des Landesfeuerwehrverbandes bereits 2.000 Sandsäcke für Präventivmaßnahmen zur Verfügung gestellt, teilte die Feuerwehr mit. Im Bezirk Gmunden mussten Keller ausgepumpt, vermurte Straßen gereinigt und umgestürzte Bäume beseitigt werden. Innviertel: Flüsse könnten über die Ufer treten Am Mittwoch in den frühen Morgenstunden war vor allem das Innviertel von den starken Regenfällen betroffen, mehrere Straßen wurden gesperrt. "Das Oberflächenwasser stand so hoch, dass normale Autos davongeschwommen wären", schilderte ein Feuerwehrmann. Am Vormittag entspannte sich die Lage - allerdings "sei nicht auszuschließen, dass in der Folge Flüsse über die Ufer treten". (APA)