Wien - Das Match zwischen Manchester United und Leeds um Teamverteidiger Rio Ferdinand steht immer noch unentschieden. Nun jedoch drängt die Zeit. Nachdem sich der Teamverteidiger nach Tage langer Nachdenkpause (wenig überraschend) entschieden hatte, zu Alex Fergusons Truppe zu wechseln, entwickelte sich eine Pokerpartie auf höchsem Niveau. Noch zu Beginn der Woche hatte Leeds die Transferwünsche Ferdinands zurückgewiesen.Manchester soll nunmehr bereit sein, die britische Rekordsumme von 30 Millionen Pfund (ca 47 Mio €) locker zu machen, um den Deal über die Bühne zu bekommen, ehe Ferdinand mit Leeds am Wochenende auf eine Tour nach Australien und den Fernen Osten aufbricht. Letzten Informationen in der britischen Presse zufolge, sei die Mannschaft am Samstag ohne den Umworbenen abgeflogen. Das würde die Fortführung der Verhandlungen ermöglichen, die bis spätestens 8. August abgeschlossen sein müssen, damit Ferdinand für seinen neuen Arbeitgeber in der Champions League einsatzberechtigt wäre. Manchester hat sein Angebot kontinuierlich erhöht. Die ursprünglich gebotenen 20 Mio Pfund wurden in Yorkshire nicht einmal ignoriert, am Freitag trudelte dann ein Fax ein - ManU war nun bereit 29 Mio zu zahlen. Dieses Paket enthielt Vorschläge, nach denen sich die endgültige Summe an der Zahl von Ferdinands Einsätzen und dem Gewinn nationaler und internationaler Bewerbe richten sollte. Doch auch damit war Leeds-Vorsitzender Peter Ridsdale nicht zufrieden. Dieser steht seinerseits unter dem Druck seines Aufsichtsrates, den Kapitalzufluss in den Verein zu erhöhen. Nun muss Ferguson also noch eins drauflegen, um sich der Dienste des Spielers zu versichern, den Ridsdale, wohl nicht ganz uneigenützig, als "besten Verteidiger der Welt" bezeichnete. Ferdinand kam vor zwei Jahren von West Ham nach Leeds (um die damalige Rekordsumme von 18 Mio Pfund) und hatte sich kürzlich mit starken Leistungen bei der WM in den Vordergrund gespielt. (rob)