London - Die britische Witwe Diane Blood (35), die mit ihrem Kampf um eine künstliche Befruchtung mit dem Samen ihres verstorbenen Mannes Rechtsgeschichte machte, ist zum zweiten Mal Mutter geworden. Wie ihr Vater am Mittwoch mitteilte, brachte Blood in Sheffield einen Buben zur Welt. Ihr erstes Kind, Liam, war im Dezember 1998 geboren worden. Blood hatte nach dem Tod ihres Mannes Stephen 1995 mehr als zwei Jahre lang dafür gekämpft, seinen eingefrorenen Samen zur Befruchtung nutzen zu können. Die britischen Behörden hatten ihr zunächst sowohl die medizinische Behandlung als auch den Export des Samens mit der Begründung verboten, dass keine schriftliche Zustimmung des Verstorbenen vorlag. In einem Berufungsverfahren vor dem höchsten Londoner Zivilgericht (High Court) wurde ihr 1997 der Export jedoch erlaubt. Blood ließ sich in beiden Fällen in einer Spezialklinik außerhalb Großbritanniens behandeln. (APA/dpa)