Wien - Eine österreichische Neuentwicklung soll künftig für mehr Sicherheit bei Brandmeldeanlagen sorgen. Das System "Secolog" von Schrack Seconet zeigt das zu überwachende Gebäude sowie die dazugehörigen Einsatzpläne und listet sämtliche Alarm- und Störungsfälle auf. "Der im Alarmfall ausgedruckte Einsatzplan enthält sämtliche Zutrittscodes, aber auch mögliche Gefahrenquellen. Damit ist der direkte Zugriff auf den Brandherd ohne große Umwege möglich", sagt Maximilian Strohmeier, Leiter des Seconet-Produktmanagements. Das System ist als einziges dieser Art nach der Ö-Norm zertifiziert und wurde bereits erfolgreich bei der Erste Bank am Wiener Schubertring, im Landeskrankenhaus Klagenfurt oder bei KTM installiert. Schrack Seconet, 1994 aus einem Management-Buyout entstanden, entwickelt und produziert Lösungen für Brandmeldetechnik, Krankenhauskommunikation, Alarm- und Zutrittskontrollsysteme. Sicherheitstechnische Lösungen wurden unter anderem für Magna, den Flughafen Warschau oder die Twin Towers Dubai realisiert. 1,5 Millionen Euro in die Forschung Das Unternehmen beschäftigt derzeit rund 200 Mitarbeiter. Der Umsatz erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um fünf Prozent auf 31,3 Mio. Euro, das Ergebnis um zehn Prozent auf 1,5 Mio. EURO. In Forschung und Entwicklung wurden 1,5 Mio. EURO investiert. Für heuer strebt Generaldirektor Hans Zavesky ein Wachstum "in ähnlicher Größenordnung" an. In Österreich soll vor allem das Geschäft mit Zutrittskontrollsystemen, aber auch das neue Krankenhauskommunikationssystem "Visocall Plus" forciert werden. Zukaufen will Zavesky nur dann, "wenn sich eine realistische Chance ergibt", ansonsten will er eher Repräsentanzen wie etwa jene in Tschechien in Tochtergesellschaften umwandeln. (Robert Zwickelsdorfer, DER STANDARD, Printausgabe 18.7.2002)