Der Feuerbrand ist eine durch das Bakterium Erwinia amylovora hervorgerufene Pflanzenkrankheit, die bestimmte Kernobstbäume sowie Zier- und Wildpflanzen befällt. Blüten und Blätter der betroffenen Pflanzen verwelken, auch ganze Äste können rasch vertrocknen. Die vor rund 200 Jahren erstmals in den USA beschriebe Krankheit kam über England nach Kontinentaleuropa. 1993 trat sie in Vorarlberg auf, die anpassungsfähigen Erreger breiten sich seitdem weiter aus. Übertagen werden sie sowohl durch Insekten und Wind als auch vom Menschen, wenn etwa verseuchte Werkzeuge benutzt werden. Als Gegenmaßnahme bleibt nur das Ausschneiden beziehungsweise die Rodung. (moe/DER STANDARD, Printausgabe 18.07.2002)