Die britische Regierung darf nicht wie geplant ab Dezember dieses Jahres die Werbung für Zigaretten und andere Tabakwaren verbieten. Das höchste Londoner Zivilgericht (High Court) erließ am Freitag auf Antrag mehrerer großer Zigarettenproduzenten eine entsprechende Anordnung. Es folgte der Argumentation der Industrie, die darauf verwiesen hatte, dass erst im kommenden Jahr der Europäische Gerichtshof in Luxemburg über eine Klage der Zigarettenhersteller gegen die EU- Richtlinie für das Verbot der Tabakwerbung entscheiden werde. Solange dieses Urteil nicht gesprochen sei, dürfe die britische Regierung nicht beginnen, die strittige Richtlinie in nationales Recht umzusetzen. (APA)