Die US-Computer- und Halbleiterbranche hat die Konjunkturflaute auch in zweiten Quartal zu spüren bekommen. Computerriese IBM berichtete am späten Mittwochabend von einem dramatischen Gewinneinbruch um 97 Prozent auf magere 56 Mill. Dollar (55,3 Mill. Euro) oder drei Cent je Aktie. Der weltweit zweitgrößte Chip-Produzent AMD wies einen Verlust von 185 Mill. Dollar aus. Intel feuert 4000 Mitarbeiter Am Vortag hatte Chip-Hersteller Intel die Streichung von 4.000 Jobs angekündigt und der Handy-und Chipproduzent Motorola hatte einen Rekordverlust von 2,3 Mrd. Dollar berichtet. Ohne die Aufwendungen für Personalabbau und Restrukturierung der Halbleitersparte sowie den Verkauf der Festplatten-Sparte erwirtschaftete IBM einen Gewinn je Aktie von 84 Cent, nach 1,15 Dollar je Aktie oder zwei Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz verringerte sich das vierte Quartal in Folge und zwar von 20,8 auf 20 Mrd. Dollar. Finanzchef John Joyce rechnet aber mit einer deutlichen Verbesserung der Gewinnsituation im zweiten Halbjahr. Seinen Optimismus begründete er unter anderem mit den Erfolgen der Restrukturierung im Halbleiterbereich und dem anziehenden Verkauf von Druckern. AMD leidet unter schwachem PC-Markt Advanced Micro Devices begründete seinen Quartalsverlust von 185 Mill. Euro mit der anhaltenden Flaute auf dem PC-Markt. Vor allem in Nordamerika und Europa habe sich der PC-Markt schwächer als erwartet entwickelt, was sich auch auf die Nachfrage nach Microprozessoren ausgewirkt habe. Der Verlust fiel mit 54 Cent je Aktie höher aus als von Analysten erwartet, die mit einem Minus von 45 Cent gerechnet hatten. Der Umsatz verringerte sich von 985 Mill. Dollar im Vorjahreszeitraum auf 600,3 Mill. Dollar. AMD hatte in der Vergangenheit bereits seine Umsatz- und Absatzerwartungen zwei Mal nach unten korrigiert. (APA)