Innsbruck - Die Innsbrucker Finanzamtsaffäre weitet sich aus, am Donnerstag wurden zwei weitere Beamte verhaftet. Die gegen sie gerichteten Vorwürfe: Missbrauch der Amtsgewalt und Beihilfe zur Abgabenhinterziehung, in einem Fall auch versuchte schwere Erpressung. Die Finanzer sollen gegen Bezahlung Listen von geplanten Betriebsprüfungen weitergegeben haben. Die Justiz ordnete Hausdurchsuchungen bei den Verdächtigen an. Gegen weitere fünf Finanzbeamte laufen Voruntersuchungen.Insgesamt habe sich der Verdächtigenkreis im Zusammenhang mit der Pfuschaffäre nun auf elf Finanzbeamte ausgeweitet, hieß es bei der Staatsanwaltschaft. Bereits Mitte Juni waren angekündigte Betriebsprüfungen und private Tätigkeiten von Beamten des Finanzamtes Innsbruck bekannt geworden. Zwei Betriebsprüfer wurden damals in Haft genommen. Sie sollen die Bilanzen für den Ex-FC-Tirol-Manager Hochstaffl erstellt und dann selbst geprüft haben. (APA, red)