Wien - Laut eigenen Angaben ist die Homepage Psyonline.at das erste umfassende österreichische Internet-Portal für den psychosozialen Bereich. Seit drei Jahren wurde daran gearbeitet. Nun umfasst die Site die Adressen von rund 5.000 Therapeuten. "PsyOnline" soll ein praktischer Wegweiser im Internet sein und den Klienten eine Liste von Experten, Institutionen, erfahrenen Ansprechpartnern und zahlreichen Informationen bieten. Heute, Donnerstag, am letzten Tag des 3. Weltkongresses für Psychotherapie in Wien, wurde das Portal bei einem Vortrag präsentiert. "Die Idee war, dass wir für die Klienten einen besseren Zugang zu den Psychotherapeuten geben wollen", sagte Roland Traunmüller, Psychotherapeut in Ausbildung und Mitentwickler der Homepage. Früher habe man bei der Suche nach seinem Therapeuten ins Telefonbuch schauen oder sich eine Liste vom zuständigen Ministerium holen müssen. "Doch da hat man auch nur den Namen, die Adresse und Telefonnummer gehabt. Worauf diese aber spezialisiert sind oder ob sie noch freie Plätze haben, konnte man nur schwer in Erfahrung bringen", sagte Traunmüller. Das Herzstück der Homepage sei somit die Liste von allen österreichischen Therapeuten. "Diese können mittels mehrerer Auswahlkriterien gesucht werden. Dabei können die besonderen Wünsche der Klienten angegeben werden", erklärte Traunmüller. Und diese Kriterien zu finden, sei eine der schwierigsten Aufgaben gewesen. "Man kann nach Geschlecht, nach den Arbeitsschwerpunkten oder nach freien Plätzen wählen. Auch kann man ersehen, ob die Praxis z.B. rollstuhlgerecht ist", so der technische Leiter. Ein Therapeut würde sogar seine Dienste in Gebärdensprache anbieten. "Die Aufstellung sollte keine einfache Adressenliste sein, sondern wie ein Hotel- oder Restaurantführer fungieren", sagte Traunmüller. An der Datenbank werde ständig gearbeitet. "Sie wird praktisch stündlich aktualisiert", so Traunmüller. Ein einfacher Basiseintrag würde dem Therapeuten nichts kosten. "Will man aber ein Foto, den Verweis auf eine Homepage und jenen auf freie Plätze haben, muss man etwas zahlen", erklärte der Internet-Experte. 52 Leute haben sogar einen Hinweis auf die Therapie auf Krankenschein. (APA)