Wien - "Gemeinsam mit Justizminister Dieter Böhmdorfer werden wir Ordnung in das Vertragswesen bei Alters- und Pflegeheimen bringen", bekräftigte am Donnerstag Generationenminister Herbert Haupt. Es sei nicht einzusehen, dass gerade Senioren, die ihren Lebensabend in einem Altersheim verbringen, Nachteile durch ungünstige Verträge bzw. keine Verträge erfahren.Musterheim-Vertrag Haupt verwies in diesem Zusammenhang auf die Entwicklung eines Musterheimvertrages, der in seinem Ressort entwickelt wurde und derzeit in Begutachtung ist. Zu den "prioritären Forderungen" des Generationenministers gehören vor allem "die schriftliche Abfassung eines Heimvertrages und die Verpflichtung für den Heimträger, Kündigungsgründe anzuführen". Ebenso müssten künftig Regelungen zur Herabsetzung des Pflegeentgeltes bei längerer Abwesenheit - z.B. wegen Krankenhausaufenthaltes oder Urlaubs - getroffen werden, so Haupt. Die Österreichische Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (ÖAR) begrüßte am Donnerstag ebenfalls den Vorstoß von Böhmdorfer. Ein derartiges Gesetz, "inhaltlich versehen mit ausreichenden Qualitätsstandards", sei eine langjährige Forderung der ÖAR. Klar geregelt sein müssten alle Rechte und Pflichten zwischen Bewohnern und Heim-Trägern. (APA)