Wien - Der ÖGB wird das Nachrichtenmagazin "Format" wegen dessen dieswöchigen Artikel zur "geheimen ÖGB-Bilanz" klagen. Das sagte ÖGB-Vizepräsident Günter Weninger Donnerstag Abend. Der Artikel enthalte mehrere Falschmeldungen - "was uns da entgegen schlägt, ist übelster Journalismus". Es sei nicht nachvollziehbar, warum dieser Bericht so geschrieben worden sei - "das kann nur eine Kampagne gegen den ÖGB sein", so Weninger. Folgende Punkte weist Weninger vehement zurück: es handle sich um keine "geheime ÖGB-Bilanz", da diese im Bundesvorstand ganz offiziell beschlossen worden sei. Es seien "überhaupt keine Tricks" angewandt worden, es gebe im Gegenteil "übliche Bilanzvorgänge, die auch erklärbar sind". So hätten beispielsweise keine Immobilien verkauft werden müssen, sondern es seien sogar Objekte zugekauft worden. Zurück weist Weninger auch hergestellte Zusammenhänge mit Fusionsbeschlüssen von Metall und GPA. Das habe mit der Bilanz nichts zu tun - "das sind übelste Spekulationen, die hier vorgenommen werden". Natürlich seien Rücklagen aufgelöst worden - aber das habe nicht mit "Tricks" zu tun, so Weninger. Gebraucht worden seien Rücklagen etwa für die Finanzierung von Sonderausgaben wie die Urabstimmung oder Werbeaktionen. Als "Falschmeldung" bezeichnete der ÖGB-Vizepräsident schließlich auch die im Bericht angeführten Pensionsansprüche für Funktionäre. (APA)