49 Brutpaare, 78 Jungstörche: "Dürftig, eine schwache Ausbeute", urteilt Ulrich Eichelmann, Storchenexperte des WWf bei einem Lokalaugenschein in der Storchau im niederösterreichischen Marchegg. Seine Erklärung, warum heuer so wenig Tiere in Österreich leben: "Erstens sind viele Störche gar nicht aus der Türkei losgeflogen, weil dort das Wetter so schlecht war. Diejenigen, die sich dann doch noch auf die Reise gemacht hatten, sind zu spät in Marchegg angekommen und haben gleich gar nicht angefangen zu brüten". Auch gab es heuer in der March keine ausreichend langen Hochwässer und damit zu wenig Futter. "Und drittens gingen im Juni starke Unwetter nieder, die etliche Jungstörche nicht überlebt haben." Marchegg beherbergt die größte baumbrütende Kolonie Europas, in Österreich bringen 350 bis 400 Pärchen ihren Nachwuchs zur Welt - in Polen sind es rund 45.000. (DER STANDARD , Printausgabe, 19.7.2002)