US-Anleger wollen den Medienriesen AOL Time Warner wegen Täuschung verklagen. Der Konzern habe irreführende Angaben über sein Betriebsergebnis und über die Fusion zwischen AOL und Time Warner gemacht, hieß es in der Sammelklage, die am Donnerstag bei einem New Yorker Gericht eingereicht wurde. Die Klage betrifft den Zeitraum April 2001 bis April 2002, als die Gruppe einen Rekordverlust von 54,4 Milliarden Dollar (54,1 Milliarden Euro) einfuhr. Tricks Zuvor war der Konzern wegen mutmaßlicher Bilanzfälschung ins Zwielicht geraten. Die "Washington Post" berichtete am Donnerstag, AOL habe zwischen 2000 und 2002 die Umsätze im Anzeigengeschäft durch Bilanztricks um mindestens 270 Millionen Dollar aufgebläht. AOL wies die Vorwürfe zwar zurück, kündigte jedoch eine Umstrukturierung des Unternehmens an, um das Vertrauen der Investoren wieder herzustellen. (APA)