54 Prozent der Österreicher möchten, dass in Zukunft auch Frauen und Verheiratete Priester werden können, nur 21 Prozent befürworten das Festhalten am Prinzip der Ehelosigkeit. Das sind die Ergebnisse einer aktuellen IMAS International-Umfrage, bei der im Zeitraum von 26. Juni bis 12. Juli 1.031 Personen befragt wurden. Rund 85 Prozent der ÖsterreicherInnen sind katholisch, ein Großteil aber ist unzufrieden mit zentralen Elementen der Amtskirche wie dem Nein zu Empfängnisverhütung oder der unverheirateten Männern vorbehaltenen Priesterschaft. Die öffentliche Meinung rüttelt förmlich am Zölibat:
  • 54 Prozent der Erwachsenen möchten, dass in Zukunft auch Frauen und Verheiratete Priester werden können.

  • Nur 21 Prozent befürworten ausdrücklich das Festhalten am Prinzip der Ehelosigkeit.

  • 24 Prozent besitzen zu dem Problem keine ausgeformte Meinung.

    Besonders intensive BefürworterInnen einer Reform des Priesteramts sind Frauen, Angehörige der jüngeren und mittleren Generation, Leitende Angestellte und BeamtInnen und einfachere ArbeiterInnen.

    Abgelehnt wird die Öffnung des Priestertums für Frauen und Verheiratete am ehesten von LandwirtInnen sowie von Personen über dem 50. Lebensjahr. Dennoch sind auch in diesen Bevölkerungssegmenten die TraditionalistInnen letztlich in der Minderheit. (red)