Wien - Die Wiener Städtische Gruppe steigerte im 1. Halbjahr 2002 nach vorläufigen Zahlen die Prämieneinnahmen um 8 Prozent auf 1,914 Mrd. Euro. Maßgeblich dazu beigetragen hat nach Unternehmensangaben ein 31,2-prozentiger Zuwachs der Auslandsgesellschaften der Gruppe. Damit bewege man sich zur Halbzeitbilanz 2002 "goldrichtig auf dem prognostizierten Wachstumskurs von 25 bis 30 Prozent in den Reformländern", erklärte Generaldirektor Günter Geyer am Freitag. Von den 468,74 Mill. Euro vorläufigem direkt verrechneten Prämienaufkommen im Ausland entfallen 365,42 Mill. Euro auf den Nichtleben-Bereich (+31,4 Prozent) und 103,32 Mill. Euro auf die Sparte Leben (+30,8 Prozent). Starke Prämienzuwächse verbuchten die beiden slowakischen Gesellschaften Kooperativa (+86,5 Prozent) und Komunalna (57,4 Prozent), die tschechische Kooperativa (+34,0 Prozent), die ungarische Union Biztosito (16,6 Prozent) und die kroatische Kvarner Wiener Städtische (+61,5 Prozent). Die jüngsten Neuerwerbungen in Bulgarien und Serbien sind im Halbjahresergebnis noch nicht berücksichtigt. Prämien von 836,23 Mill. Euro Im Inland trug die Wiener Städtische Allgemeine Versicherung AG mit vorläufigen direkt verrechneten Prämien von 836,23 Mill. Euro zum Gruppen-Resultat des 1. Halbjahrs bei. Damit übertraf die börsennotierte Gesellschaft - die mit einem Marktanteil von 11,67 Prozent (2001) Platz eins in Österreich belege - ihre Vorjahresprämien um 3,1 Prozent. Die übrigen inländischen Unternehmen der Gruppe steigerten ihre Prämien auf 609,21 Mill. Euro (+0,8 Prozent). Die Kooperativa Prag, die größte Auslandstochter der Wiener Städtischen, nahm im Halbjahr 297,57 Mill. Euro vorläufige direkt verrechnete Prämie ein. Sie ist zweitgrößter Versicherer am tschechischen Markt und rangiert damit vor allen anderen privaten Versicherungsunternehmen. Kürzlich wurde sie von der tschechischen Kammer der Versicherungsmakler erneut zum "Versicherer des Jahres 2001" gekürt, wobei etwa die Qualität der Produkte aller Sparten und die Kundenfreundlichkeit bewertet worden seien. Die Wiener Städtische ist mit rund 10.000 MitarbeiterInnen in fast ganz Mittel- und Osteuropa vertreten (Österreich, Tschechien, Slowakei, Polen, Kroatien, Ungarn, Rumänien, Weißrussland, Serbien, Bulgarien, Deutschland, Italien, Liechtenstein).(APA)