Moskau - Die russische Regierung betrachtet die gegenwärtige Entwicklung des Irak-Konflikts als "überaus ernst" und ist über die "Pläne einer gewaltsamen Lösung sehr besorgt". Das erklärte am Freitag der stellvertretende Außenminister Alexander Saltanow in einer Stellungnahme gegenüber der Nachrichtenagentur ITAR-TASS. "Zahlreiche Berichte der Massenmedien über verschiedener Art Drehbücher, die lediglich eine Variante für die Lösung des Irak-Problems, nämlich eine gewaltsame, vorsehen, müssen zwangsläufig Besorgnis hervorrufen", fügte er hinzu. Die russische Regierung vertrete den Standpunkt, dass "Möglichkeiten für eine politisch-diplomatische Regelung dieses Problems bestehen". Dies treffe sowohl auf die "Wiederaufnahme der Tätigkeit der UNO-Inspektoren im Irak, die mit dem Problem der Massenvernichtungswaffen zusammenhängt, als auch auf die Erarbeitung von Modalitäten für die Herausführung des Landes aus dem Regime von Sanktionen" zu. "Es ist natürlich wichtig, dass die Völkergemeinschaft davon überzeugt ist, dass in diesem Lande keinerlei Aktivitäten stattfinden, die im Gegensatz zu den einschlägigen Resolutionen des UNO-Sicherheitsrats stehen würden", betonte der Vizeaußenminister der Russischen Föderation. (APA/ITAR-TASS)