Hechtel - Hallen-Weltrekordlerin Jolanda Ceplak braucht sich die Goldmedaille über 800 m bei den Europameisterschaften in München (6.-11.8.) wohl nur noch abzuholen. Die Slowenin gewann am Samstagabend in Hechtel (Belgien) in 1:55,19 und erzielte damit die schnellste 800-m-Zeit seit 1997. Damals war die Kubanerin Ana Fidelia Quirot in 1:54,82 im Ziel. Mit diese persönlichen Bestleistung liegt Ceplak nun ex aequo mit Olympiasiegerin und Weltmeisterin Maria Mutola aus Mosambik an siebenter Stelle der Bestenliste über 800 m. "Der Weltrekord kann bei optimaler Witterung und perfekten Rennverlauf gebrochen werden. Doch in diesem Jahr wird es noch nicht passieren", meinte die 25-Jährige nach ihrem eindrucksvollen Auftritt. Die Bestmarke ist allerdings eine fabelhafte und steht, aufgestellt von der Tschechin Jarmilla Kratochvilova, seit 26. Juli 1983 bei 1:53,28 Minuten. Da gilt es also noch einiges abzuknabbern. Allerdings sind die Fortschritte von Ceplak durchaus spektakulär, ihre bisherige Freiluft-Bestzeit vor dieser Saison hatte 1:58,71 gelautet, die sie im Mai auf 1:57,63 drücken konnte. In der Halle hatte sich die Slowenin um sagenhafte 3,99 Sekunden von 1:59,81 (4.3.2001 Sindelfingen) auf 1:55,82 bei der EM in Wien gesteigert.