ExpertInnen empfehlen eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung gerade auch für die ersten Lebensjahre eines Kindes.

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Bonn - Die angeborene Intelligenz eines Menschen lässt sich über die Ernährung nicht verbessern. Wohl aber ist eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung notwendig, um das Grundpotenzial an Intelligenz voll auszuschöpfen, wie der Verbraucherdienst AID in Bonn betont. Vor allem in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft und in den ersten beiden Lebensjahren wachse das Gehirn des Kindes. Ein Mangel an bestimmten Nährstoffen während dieser Phase der Gehinentwicklung könne unter Umständen zu einer langfristigen Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit führen. Für die visuelle und kognitive Leistungsfähigkeit sind nach Angaben der Experten vor allem langkettige, mehrfach ungesättigte Fettsäuren wichtig. Ist die Mutter damit gut versorgt, zum Beispiel über Rapsöl und fettreichen Seefisch, ist auch der Fötus gut versorgt. Ein Jodmangel der Schwangeren könne beim Kind zu Leistungsschwäche führen, die auch bis zum Schulalter nicht mehr aufgeholt werden könne. Daher sollte Jod in Schwangerschaft und Stillzeit in Form von Tabletten ergänzt werden, rät der Verbraucherdienst. Auch ein Eisenmangel bei Säuglingen könne zu Störungen der psychomotorischen Entwicklung führen. Fleisch sollte daher im Babybrei ab dem 5. bis 7. Monat nicht fehlen. Ansonsten gehen die Experten aber davon aus, dass das Gehirn und damit die Intelligenz von Kindern nur bei einer bestehenden Unterernährung beeinflusst wird. So wirkten sich Vitamin- und Mineralstoffpräparate nur bei vorherigem Mangel positiv auf die schulische Leistung aus. Bei einer Unterversorgung mit Mineralstoffen, Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen könne es zu einer Abnahme der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit kommen. (APA/AP)