Ontario/Kanada - Das börsennotierte Unternehmen ATS Automation Tooling Systems plant die Serienproduktion der nächsten Solarzellen-Generation. Die Solarzellen basieren auf der so genannten Spheral Solar Technologie (SST) und bestehen aus tausenden, auf einer Aluminiumfolie haftenden, kleinen Silikonkügelchen. ATS hat für die Produktion das Tochterunternehmen Spheral Solar Power gegründet, das im Herbst 2003 in Betrieb genommen werden soll. ATS-Geschäftsführer Klaus Wörner ist überzeugt, dass die Technolgie die Solarenergie-Industrie revolutionieren wird. "Die Technologie benötigt im Vergleich zu multikristallinen Solarzellen einen Bruchtteil der Rohstoffe und ermöglicht innovative neue Produkte." Selbst äußerst komplexe Gebäude-Designs seien denkbar."Spheral Solar Technologies erste Fabrik wird aller Wahrscheinlichkeit nach genug Solarzellen produzieren, um jährlich rund 20 Megawatt Energie bereitzustellen. Dies ist genug, um den Energiebedarf von 6.000 Haushalten im Jahr zu decken", so Wörner. Man kann davon ausgehen, dass Photowatt die Lizenz für die Technologie erhält. Photowatt ist laut Wörner eines der wenigen profitablen Solarenergie-Unternehmen und ist derzeit der siebtgrößte Solarproduzent der Welt. Das französische Photowatt ist nach eigenen Angaben Marktführer in Europa. Die kanadische Regierung unterstützt ATS mit 29,5 Mio. Dollar, um ein umfassendes Produktionssystem für SST zu entwickeln. Die erste Pilotproduktion in einer Anlage in Cambridge, Ontario, ist beinahe abgeschlossen. Mit der Finanzspritze soll die Produktionsleistung verbessert werden. Für die erste Anlage ist laut ATS eine Automationsausrüstung im Wert von 40 Mio. Dollar. Die Kosten für die Kommerzialisierung der Technologie für die nächsten drei Jahre werden auf 80 bis 85 Mio. Dollar geschätzt. ATS beschäftigt rund 3.200 Mitarbeiter in 26 Anlagen in den USA, Kanada, Europa und Asien. Die Aktien werden an der Toronto Stock Exchange (TSX: ATA) gehandelt. (pte)