Wien - Die mögliche Abschaffung des Grün-Blinkens beschäftigt Politiker und Verkehrsexperten. Bei einer Änderung müsse allerdings mit beträchtlichen Kosten gerechnet werden, hieß es von den Experten der für Verkehrsorganisation in Wien zuständigen Magistratsabteilung 46. Die "Lichtspiele" einer Ampelanlage können nicht einfach auf Knopfdruck geändert werden, erklärte Wolfgang Pfeiffer vom Bereich Neubau und Erhaltung von Ampelanlagen bei der MA 46. Zur Änderung des Schaltprogrammes muss eine Platine getauscht werden. Die Kosten dafür bezifferte Pfeiffer mit rund 7.000 Euro. Allein in der Bundeshauptstadt sind insgesamt rund 1.400 "Verkehrs-Lichtsignalanlagen" - so die offizielle Bezeichnung - im Einsatz. Umstellung Der Wegfall des Grün-Blinkens hätte laut dem Experten aber noch einen anderen Nachteil. Ohne Änderung der Gesamtumlaufzeit der Ampelanlage würden die einzelnen Grünphasen um etwa eine Sekunde kürzer werden, "weil ja ein gewisser Sicherheitsabstand bleiben muss." Erst vor vier Jahren wurden Fußgängerampeln analog zum Grün-Blinken umgestellt Die Wiener Signalanlagen würden übrigens nicht zum ersten Mal umgerüstet. Erst vor rund vier Jahren wurde ein "Langzeitprojekt" abgeschlossen. Die Fußgängerampeln waren analog zu den anderen Ampeln auf Grün-Blinken umgestellt worden. (APA)