Madrid - Der spanische Maler und Bildhauer Miquel Barcelo hat eigenhändig elf Fälschungen seiner Werke mit einem Messer zerschlitzt und dann im Hof des Königin-Sofia-Museums in Madrid verbrannt. Die Bilder waren für insgesamt eine Million Euro in den 80er und 90er Jahre durch ahnungslose Galeristen von Betrügern erstanden worden, wie die Zeitung "El País" am Freitag berichtete. Nachdem sich die Gemälde als Fälschungen entpuppt hatten, ordnete die Justiz deren Zerstörung an. Auf einige dieser teils großformatigen Bilder, darunter auch vermeintliche Selbstporträts, war der 45-jährige Künstler aus Mallorca bei Museen-Besuchen selbst gestoßen. Die Fälscher konnten nicht ermittelt werden. Die Zerstörung der Werke wurde von Polizeibeamten und Justizangestellten überwacht, wie es weiter hieß. (APA/dpa)