Johannesburg - Bei einem harten Wintereinbruch und Unwettern in Südafrika sind neun Menschen ums Leben gekommen. Nach Behördenangaben starben neun Insassen eines Kleinbusses, als ihr Fahrzeug in der Ostkap-Provinz auf einer Brücke von einem Hochwasser führenden Fluss weggeschwemmt wurde. Der Fahrer hatte sich retten können. Eine Bergung von zwei Schiffen, die bei stürmischer See an der Küste im Südosten des Landes gestrandet waren, wurde vorbereitet. Rund 130 Autofahrer und Businsassen verbrachten die Nacht zum Freitag bei Minustemperaturen auf der Straße, weil sie im Schnee festsaßen. Umgeben von rund einem halben Meter hohem Schnee warteten sie auf Hilfe. "Es sieht so aus, als ob wir sie erst am Samstagmorgen da raus holen können", sagte ein Behördensprecher. Die Polizei versuchte vergeblich, den Weg zu den Eingeschneiten mit schwerem Gerät frei zu räumen. Sie wollte günstigere Wetterbedingungen abwarten, um die Autofahrer mit Helikoptern aus der Schneefalle zu bergen. Ebenfalls mit Hubschraubern wurden Besatzungsmitglieder von zwei auf Grund gelaufenen Schiffen gerettet. Der Kapitän des am Donnerstag rund 20 Seemeilen südwestlich der Kaffee-Bucht gestrandeten Tankers "Nino" wurde nach einem Herzanfall in ein Krankenhaus geflogen. Von dem unter Malta-Flagge fahrenden Schiff waren zuvor 16 weitere Seeleute gerettet worden. Die "Nino" hat 10 947 Tonnen Benzin und Diesel geladen. Es bestehe jedoch keine Gefahr, betonten die Behörden. Von dem portugiesischen mit Getreide beladenen Frachter "Sagitaris" wurden neun Besatzungsmitglieder gerettet. Am Freitag begannen Bergungsexperten mit den Vorbereitungen, um die beiden Schiffe wieder ins Fahrwasser zu schleppen. Nach Angaben des südafrikanischen Wetterdienstes in Pretoria wird das harte Winterwetter auch noch in der kommenden Woche anhalten. Ein Tiefdruckgebiet hatte Temperaturen von bis zu minus zehn Grad und heftige Schneefälle nach Südafrika gebracht. In der südlichen Hemisphäre ist zur Zeit Winter. (APA/dpa)