London - Die britische Regierung will Stammesangehörigen aus Kenia, die durch auf ihrem Land hinterlassene Munition der britischen Armee verletzt wurden oder Angehörige verloren, Entschädigungen zahlen. Wie das Verteidigungsministerium in London am Freitag mitteilte, sollen die mehr als 200 Betroffenen insgesamt 4,5 Millionen Pfund (7,2 Mio Euro) erhalten. Die Einigung wurde in einem außergerichtlichen Vergleich erzielt. 228 Betroffene der Stämme der Massai und Samburu hatten mit einer Klage gedroht. Sie hatten geltend gemacht, dass hunderte von Menschen, darunter viele Kinder, durch nach Militär-und Schießübungen liegen gebliebene Munition verletzt wurden. 80 Menschen sollen getötet worden sein. In ihren Fällen soll pro Opfer 10 000 Pfund an die Angehörigen ausgezahlt werden. Viele der Fälle liegen Jahrzehnte zurück. Anwälte der Betroffenen erklärten am Freitag, viele ihrer Mandanten seien erblindet, hätten Gliedmaßen verloren oder schwere innere Verletzungen erlitten. "Sie hatten ein schreckliches Leben. Jetzt können sie eine halbwegs vernünftige Existenz führen", sagte Anwalt Martyn Day. (APA/dpa)