Wien - Eine neue Ausschreibung und eine "komplett neue Führung" in der Pensionsvesicherungsanstalt (PVA) fordert FPÖ-Klubchef Peter Wesenthaler im "profil". Deutlich wird, dass das neuerliche Scheitern des Sondervertrages für FP-Sozialsprecher Reinhart Gaugg im Überleitungsausschuss das Koalitionsklima trübt. Westenthaler wirft der ÖVP vor, in solchen Angelegenheiten - wie der Vereinbarung, gemeinsam Gauggs Vertrag zu beschließen - "immer instabil. Und sie wird zunehmend instabiler." Er ist überzeugt, dass ein ÖVP-Vertreter am Freitag Gauggs Vertrag zu Fall brachte: "Da wollen unverlässliche Schwarze den Blauen etwas in die Schuhe schieben." Scharf geht Westenthaler PVA-Generaldirektor Ewald Wetscherek (V) an: Dieser sei "eine Gefahr für die PVA" und solle sich "in die Wüste vertschüssen". Westenthaler erinnert an das jüngste schwere Zerwürfnis, das in scharfen Auseinandersetzungen im April/Mai gipfelte. Er habe schon vor einem halben Jahr gesagt, dass "Vereinbarungen mit der ÖVP nicht immer halten". Damals habe man "noch geschmunzelt, jetzt wirds immer offensichtlicher". Damals war es um den ORF gegangen. Die gemeinsamen Pressekonferenzen der beiden Klubschefs wurden eingestellt. Erst vor einer Woche wurde dieses "Symbol der Koalition" wiederbelebt.(APA)