Nairobi - Die sudanesische Regierung und Rebellen der Volksbefreiungsarmee SPLA haben sich bei ihren Friedensgesprächen in Nairobi in grundlegenden Fragen geeinigt: Vertreter der SPLA bestätigten am Samstag Angaben des staatlichen Rundfunks, wonach eine Übereinstimmung hinsichtlich der Rolle des Islam und der Selbstbestimmung des Südens erzielt wurde. Der kenianische Präsident Daniel Arap Moi werde das Abkommen noch am Samstag auf einer Pressekonferenz vorstellen, sagte ein SPLA-Vertreter weiter. Ein Mitglied der Regierungsdelegation sagte im Rundfunk, die Einigung ziele auf die Schaffung eines föderalistischen Staates. Regierung und Rebellen verhandelten in Kenia gut einen Monat lang. Die Einigung erfolgte praktisch in letzter Minute, da die Gespräche nur bis Samstag angesetzt waren. In dem seit 1983 anhaltenden Bürgerkrieg und den daraus resultierenden Hungersnöten kamen bisher mehr als zwei Millionen Menschen ums Leben. Vier Millionen Einwohner wurden aus ihren Häusern vertrieben. Die Rebellen werden von der Bevölkerung im Süden des Landes unterstützt, die sich im Gegensatz zum islamischen Norden aus Christen oder Anhängern von Naturreligionen zusammensetzt.(APA/AP)