Wien - "Der immer aufklärungsbedürftigere Abfangjäger-Beschaffungsvorgang muss sofort gestoppt werden", forderte am Sonntag der Grüne Abg. Werner Kogler. Dies sei die nötige Konsequenzen aus den schweren Vorwürfen, die u.a. laut "profil" in einer anonymen Strafanzeige erhoben würden. Auf Grund der in der Sachverhaltsdarstellung angeführten Indizien bestehe der "dringende Verdacht der indirekten illegalen Parteienfinanzierung". "Die Einleitung von Untersuchungen zur Klärung der neuen Vorwürfe ist sofort in Angriff zu nehmen", meinte Kogler und fordert, dass sich der so genannten "kleinen Untersuchungsausschuss" unverzüglich mit der Eurofighter-Entscheidung der Regierung beschäftigt. So müsse die Rolle der Werbeagenturen des früheren FP-Bundesgeschäftsführers Gernold Rumpold aufgeklärt werden. "Verrätisch" ist für Kogler in diesem Zusammenhang, dass laut "profil" Vizekanzlerin FP-Chefin Susanne Riess-Passer FP-Spitzenpolitiker angehalten habe, Erklärungen zu unterschreiben, wonach aus der Abfangjäger-Beschaffung keine persönlichen Vorteile lukriert werden dürften. Kogler: "Ein ärgere Panikhandlung ist kaum vorstellbar. Offensichtlich hat Riess-Passer die nach eigener Erkenntnis schwer korruptionsgefährdete freiheitliche Truppe nicht mehr im Griff. Die Bundesregierung steckt offenbar bis über beide Ohren im Eurofighter-Sumpf." (APA)